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Veranstaltungshistorie

19. Januar 2020

Aus dem All für unseren Alltag: Satellitennetze revolutionieren Telekommunikation und Erdbeobachtung

Satellitennetze für Telekommunikation und Erdbeobachtung verändern schon heute unser Dasein! Das Internet of Space steht vor der Tür. Erreichbarkeit und Transparenz überall, an jedem Punkt der Erde! Egal ob in der Wüste, auf dem Wasser, ja sogar im Weltraum und natürlich auch zu Hause, beim Frühstück oder im Flugzeug. Ihr Handy bringt Sie auf den Schirm. Was passiert da gerade mit uns? Ja, es ist eine Revolution.

Wie bei allen wirklichen Revolutionen, tun sich Zukunftsängste, aber auch ungeahnte Chancen auf. Im Internet der Dinge werden gerade schon Milliarden von Geräten miteinander vernetzt. In dichter besiedelten Gebieten wird dies durch den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur und 5G-Funknetze unterstützt. Notdienste, Rettung und Sicherheit, Schiffe auf den Weltmeeren, Flugzeuge irgendwo! Eine Technik, die im wahrsten Sinne des Wortes, grenzenlos funktioniert! Es gibt Ideen, dass man mit einem Handy direkt via Satellit jedes andere Handy anrufen kann - ohne WLAN, ohne Funkmast! Traum oder Albtraum, Fluch oder Segen?

Antworten darauf gibt uns Prof. Dr. Klaus Schilling, Vorstand Zentrum für Telematik (ZfT), Würzburg, der Vater einer neuen Satellitentechnologie spricht über seine Arbeit. Fortschreitende Miniaturisierungstechnik lässt die Satelliten ohne große Abstriche bei der Leistungsfähigkeit bis auf die Größe einer Milchtüte schrumpfen. So können kostengünstiger viele Satelliten auf einer einzigen Rakete in Umlaufbahnen platziert werden.

Wir sind stolz darauf, dass wir Herrn Prof. Schilling UNI-Würzburg, der für seine Kleinst-Satelliten den bisher höchstdotierten europäischen Forschungspreis erhielt, zu einem Vortrag über seine Arbeit, seine Fortschritte und Visionen gewinnen konnten. Aus erster Hand erfahren Sie von einer Revolution, der sich keiner entziehen kann, oder positiv gesagt, die jedem von uns auch Chancen in vielfältiger Weise bietet.

Kernthemen:

  • Für das Internet der Dinge wird eine leistungsfähige IT-Infrastruktur benötigt. In dichtbesiedelten Regionen wird dies über Glasfaser und 5G-Funktechnologie sichergestellt. In dünnbesiedelten Regionen kann dies durch kompakte leistungsfähige Satelliten realisiert werden
  • Satelliten wurden bisher für Kommunikation und Erdbeobachtung eingesetzt. Zukünftig können durch Kleinstsatelliten deutlich mehr Geräte miteinander verbunden werden (Internet of Space, kurz: IoS).
  • Von jährlich 50 handmontierten Satelliten, ermöglicht die Anwendung der Robotik und Automatisierungstechnik höhere Stückzahlen (mehrere tausend Satelliten), um ein solches Satellitennetzwerk schnell umsetzen zu können.
  • Durch die größere Anzahl an Satelliten, die sich im Weltraum ansiedeln, werden neue Maßnahmen zur Vermeidung von Zusammenstößen („Verkehrsregeln“) und zur Beschränkung des Weltraummülls notwendig und bereits diskutiert.

Der Referent

Prof. Dr. Klaus Schilling